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Geringe Winterverluste von Bienenvölkern

Forschen

Im Winter 2015/16 verzeichneten die österreichischen ImkerInnen nur geringe Verluste an Bienenvölkern. Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de

Zoologen der Uni Graz präsentieren Ergebnisse der aktuellen Erhebung

Das Forschungsprojekt „Zukunft Biene“ (2014–2017) hat die Untersuchung der Bienengesundheit in Österreich zum Ziel. Zoologen der Universität Graz präsentieren nun die Ergebnisse der Überwinterungsverluste, die im Rahmen der zum neunten Mal stattfindenden Erhebung von 1289 Imkereien gemeldet wurden. Diese hatten insgesamt 23.418 Bienenvölker eingewintert. Die Verlustrate betrug 8,1 Prozent im Winter 2015/16 (mit einem Vertrauensbereich von 7,4-8,8 Prozent).

„Unsere Ergebnisse sind valid, beruhen auf etwa fünf Prozent der österreichischen Bienenvölker und sind von der Methodik her vergleichbar mit den Ergebnissen anderer Länder“, so Projektleiter Univ.-Prof. Dr. Karl Crailsheim. Für eine genaue Risikoanalyse werden die österreichischen Datensätze, wie bereits in den Vorjahren, gemeinsam mit jenen aus weiteren europäischen Staaten statistisch ausgewertet und zu einem späteren Zeitpunkt publiziert. Eine detaillierte Analyse der österreichischen Ergebnisse des Winters 2014/15, in dem mit 28,4 Prozent sehr hohe Verluste verzeichnet wurden, liegt im zweiten Zwischenbericht des Projektes „Zukunft Biene“ auch online vor.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW), der Imkerei-Dachorganisation „Biene Österreich“ und den Bundesländern finanzierten Projektes „Zukunft Biene“ wurde außerdem eine Beobachtungsstudie durchgeführt, mit Besuchen und Probenahmen an über ganz Österreich verteilten Bienenständen vor und nach der diesjährigen Überwinterung. Erste Auswertungen zu Winterverlusten der an dieser Studie teilnehmenden Betriebe bestätigen die geringe Wintersterblichkeit: 185 Betriebe mit 12.489 eingewinterten Völkern verzeichneten einen Verlust von 8,6 Prozent.

Ein weiteres Ziel ist es, Informationen zum Vorkommen der wichtigsten Bienenkrankheiten zu erhalten und den Befall mit der parasitischen Varroa-Milbe vor der Haupt- und Restentmilbung zu erfassen. Daran anschließend erfolgen bei einem Teil der entnommenen Proben Analysen auf den Darmzellparasiten Nosema, auf einige Bienenviren und auf Chemikalien-Rückstände, um nachträglich mögliche Zusammenhänge mit aufgetretenen Winterverlusten zu untersuchen.

Wintersterblichkeit von Honigbienen 2015/16 (Stand: 24.5.2016):

Verlustrate %
(95 % Vertrauensbereich)
Teilnehmende
Imkereien
Betreute Bienenvölker
Österreich8,1 (7,4-8,8)128923.418
Burgenland11,0 (6,7-17,6)34564
Kärnten6,5 (5,4-7,9)1673954
Niederösterreich11,5 (9,8-13,5)3645436
Oberösterreich6,8 (5,5-8,4)2244650
Salzburg6,1 (4,1-9,1)691329
Steiermark8,7 (7,0-10,6)1903788
Tirol5,1 (3,7-6,9)1502619
Vorarlberg5,8 (3,7-9,1)50599
Wien11,5 (7,2-17,8)41479


Wintersterblichkeit von Honigbienen in Österreich seit 2007/08:

JahrVerlustrate %
2007/0813,3
2008/099,3
2009/1014,7
2010/1116,4
2011/1225,9
2012/1317,3
2013/1412,8
2014/1528,4
2015/168,1

AutorInnen der Presseaussendung:
Univ.-Prof. Dr. Karl Crailsheim, Institut für Zoologie, Universität Graz
Dr. Robert Brodschneider, Institut für Zoologie, Universität Graz
Dr. Rudolf Moosbeckhofer, Institut für Saat- und Pflanzgut, Pflanzenschutzdienst und Bienen,
Abt. Bienenkunde und Bienenschutz, AGES
Dr. Linde Morawetz, Institut für Saat- und Pflanzgut, Pflanzenschutzdienst und Bienen,
Abt. Bienenkunde und Bienenschutz, AGES

Weiterführende Informationen:
www.Zukunft-Biene.at
www.Bienenstand.at

COLOSS:
Diese Untersuchung wurde nach Standards der internationalen Non-Profit-Vereinigung COLOSS (Prevention of honey bee colony losses www.coloss.org) durchgeführt.

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