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Gleichstellung in Palästina stärken

Universität

Workshop an der Uni Graz: Projektmitarbeiterin Jana Mikats, Prof. Libora Oates-Indruchová, Prof. Sanaa Abou Dagga, Richterin Lilian Hofmeister, Hada Ayran, Projektmitarbeiterin Brigitte Hartveld-Holzner, Kifle Woldeyesus Elshaday, Liliana Ronconi (v.l.). Fotos: Uni Graz/Pichler

Projektmitarbeiterinnen in Gaza nahmen per Videokonferenz am Workshop teil, unter ihnen Amani Ahmed ...

... und Prof. Hala Al Khazandar

Die Uni Graz kooperiert mit der Islamischen Universität Gaza in einem dreijährigen Bildungsprojekt

Geschlechtergerechtigkeit zählt zu den zentralen Anliegen der Universität Graz – in Forschung und Lehre ebenso wie auf institutioneller Ebene. Einer Einladung der Islamic University Gaza (IUG) folgend startete Univ.-Prof. Dr. Libora Oates-Indruchová, Professorin für Soziologie der Geschlechterverhältnisse an der Uni Graz, 2017 ein dreijähriges Bildungsprojekt mit der palästinensischen Universität, um Empowerment von Frauen und Geschlechtergleichstellung in Gaza zu fördern. Ziel ist, an der IUG durch die Entwicklung von Bildungs-, Forschungs- und strukturellen Kapazitäten ein „Women's & Gender Studies Centre“ zu gründen. Finanziert wird das Vorhaben im Rahmen des Bildungsprogramms APPEAR der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Von 8. bis 11. Jänner 2018 war nun Prof. Sanaa Abou-Dagga, Projektleiterin in Palästina, erstmals zu Gast an der Karl-Franzens-Universität.

Der Besuch in Graz bot zahlreiche Gelegenheiten zu Austausch und Diskussion. Zum einen konnte sich die Psychologin und Bildungsexpertin Sanaa Abou-Dagga vor Ort über die vielfältigen Aktivitäten und die Strukturen zur Förderung von Gleichstellung informieren. Zum anderen gab sie in einem Vortrag Einblick in das Leben von Frauen in Gaza.
Auch ein Workshop unter der Leitung von Richterin Dr. Lilian Hofmeister, österreichische Vertreterin im UN-Ausschuss für die Beseitigung der Diskriminierung der Frau (Committee on the Elimination of Discrimination against Women, CEDAW), stand auf dem Programm. Thema waren unter anderem die Rolle von Palästina im CEDAW und die Umsetzung des Schutzes der Frauenrechte in einem muslimisch geprägten Umfeld. Workshop-Teilnehmerinnen aus Äthiopien und Argentinien brachten Erfahrungen mit CEDAW aus ihren Ländern ein. Prof. Abou-Daggas Assistentin, Amani Ahmed, die für diesen Besuch in Graz leider keine Ausreisegenehmigung erhalten hatte, wurde per Videokonferenz zugeschaltet.

Die Islamic University Gaza hat rund 20 000 Studierende und bietet über 100 Studien an. „Das Women's & Gender Studies Centre wird das nötige Wissen und die materiellen Ressourcen bereitstellen, um an unserer Universität ein Masterprogramm in Women's & Gender Studies zu etablieren und auch Zielgruppen außerhalb der Universität anzusprechen“, informiert Sanaa Abou-Dagga. Es ist konzipiert als Anlaufstelle und Drehscheibe für Uni-Angehörige sowie für AkteurInnen der Hochschulbildung und von Frauenorganisationen, für die Regierungsverwaltung und auch die allgemeine Öffentlichkeit.

Neben der Entwicklung von Lehrveranstaltungen für das neue Masterstudium soll auch der „Human Rights“-Kurs überarbeitet sowie eine englisch- und arabischsprachige Fachbibliothek eingerichtet werden. Außerdem ist ein einjähriges postgraduelles Modul in „Interdisciplinary Gender Studies“ für Studierende und MitarbeiterInnen der IUG geplant, bei dem die KursteilnehmerInnen in einem virtuellen Unterrichtsraum auf Studierende der Uni Graz treffen.
„Hinzu kommt eine Forschungskooperation, bei der Studierende beider Universitäten parallel an denselben Themen, aber mit jeweils unterschiedlichen theoretischen und disziplinären Zugängen arbeiten“, ergänzt Oates-Indruchová, die die Idee zu diesen sogenannten „Mirror MA Theses“ hatte.

Das Women's & Gender Studies Centre will auch Trainingsmodule anbieten. Öffentliche Vorlesungen zu diesem Themenfeld wird es sowohl in Gaza als auch in Graz geben.

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