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Digitale Plattform

Forschen

Ein Höhepunkt der Datenbank ist sicher die Gründungsurkunde der Uni Graz, die mit 1. Jänner 1585 datiert ist. Foto: Steiermärkisches Landesarchiv

Steirisches Kultur- und Wissenschaftserbe steht nun online zur Verfügung

Gründungsurkunde, Handschriftensammlung und digitale Postkarten: Vor drei Jahren startete die Karl-Franzens-Universität Graz federführend und gemeinsam mit der Technischen Universität Graz, der Kunstuniversität Graz, dem GrazMuseum, dem Universalmuseum Joanneum sowie dem Land Steiermark das Großprojekt „Repositorium Steirisches Wissenschaftserbe“. Ziel des Vorhabens war es, explizit steirisches Kultur- und Wissensgut digital aufzubereiten, zu sichern und öffentlich zugänglich zu machen. Nun ist die daraus entstandene Plattform „Kultur- und Wissenschaftserbe Steiermark“ für die Wissenschaft und Öffentlichkeit online und kostenlos verfügbar.


„Seit 2014 konnten zahlreiche Objekte nach neuestem technischen Standard digitalisiert und wissenschaftlich bearbeitet werden, bei allen PartnerInnen wurde entsprechende Infrastruktur geschaffen und weiterentwickelt. Der Kultur- und Forschungsstandort Steiermark ist nun in einer gemeinsamen Sammlung virtuell vereint und international noch besser sichtbar“, zeigt sich Univ.-Prof. Dr. Peter Scherrer, Uni-Graz-Forschungsvizerektor und Projektleiter, mit dem Gesamtergebnis zufrieden. Das Projekt „Repositorium Steirisches Wissenschaftserbe“ wurde durch die Hochschulraumstrukturmittel-Vergabe mit 1,1 Millionen Euro finanziert.


Digitale Sammlungen und virtuelle Rundgänge
Erstmals sind Sammlungen zahlreicher steirischer Universitäten mit Beständen anderer Kulturerbeinstitutionen, wie der Postkartensammlung des GrazMuseums oder der Urkundensammlung des Diözesanarchivs Graz-Seckau vernetzt. Neben dem strukturierten Suchzugang zu über 25.000 Einträgen werden auch virtuelle Rundgänge angeboten: BesucherInnen können beispielweise durch das Hans Gross-Kriminalmuseum spazieren oder sich über die Campusgeschichte der TU Graz sowie den Komponisten und Schubert-Zeitgenossen Anselm Hüttenbrenner informieren.


„Es waren Daten bei den Partnerinstitutionen zwar digital vorhanden, einiges musste aber erst erfasst werden. Die Herausforderung war es, die Objektdaten zu vereinen, einheitlich durchsuchbar zu machen und zu veröffentlichen“, erklärt Projektkoordinatorin Mag. Elisabeth Steiner, MA, vom Zentrum für Informationsmodellierung – Austrian Centre for Digital Humanities (ZIM-ACDH), das seinen Sitz an der Uni Graz hat. „Durch das Webportal wird selten oder einmalig vorhandenes Wissenschafts- und Kulturerbe der Steiermark für Lehrende, ForscherInnen und Studierende, aber auch für die interessierte Öffentlichkeit bereitgestellt und gesichert“, ergänzt Steiner. Österreichweit ist das ZIM-ACDH Vorreiter auf dem Gebiet der intelligenten Wissensspeicherung: Eine eigene Professur für Digital Humanities wurde etabliert, im Wintersemester 2017/18 startet das neue Masterstudium „Digitale Geisteswissenschaften“.


ExpertInnen-Tagung „Digitale Bibliothek 2017“
Das Portal „Kultur- und Wissenschaftserbe Steiermark“ wird am 2. März 2017 im Rahmen der Fach-Tagung „Digitale Bibliothek 2017 – Zukunft des digitalen Erbes?“ an der Uni Graz vorgestellt. Das Symposion, das rund 100 ExpertInnen nach Graz bringt, beschäftigt sich in diesem Jahr mit der zentralen Fragestellung „Wie soll die nachhaltige Gestaltung von Datenarchivierung, Infrastrukturen, Services und Partnerschaftsmodellen für die zukünftigen Anforderungen in einer hoch-digitalisierten Lebenswelt erfolgen?“.


Webseite „Kultur- und Wissenschaftserbe Steiermark“ http://www.kulturerbe-stmk.at 

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