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Sprache = Kapital (?)

Universität Forschen

Elizabeth Erling erforscht, wie Englisch gelehrt wird und als Unterrichtsmedium verwendet wird. Foto: Uni Graz/Tzivanopoulos.

Elizabeth Erling untersucht den englischen Unterricht und seinen Stellenwert

„Gute Englischkenntnisse sind kein Allheilmittel“, widerspricht Elizabeth Erling einer Annahme, die vor allem in Ländern mit niedrigem oder mittleren Einkommen weit verbreitet ist. Die Professorin für Fachdidaktik Englisch, die seit Oktober 2017 an der Universität Graz lehrt und forscht, hat sich verschiedene Lehrsysteme weltweit angesehen und verglichen, wie Englisch gelehrt wird und als Unterrichtsmedium verwendet wird. Im Rahmen eines English Language Teaching-Projekts in Bangladesch wurde für sie zum Beispiel ersichtlich, dass die dortige Bevölkerung bessere Englisch-Sprachkenntnisse mit der Hoffnung auf Entwicklungsmöglichkeiten für Land und Leute verknüpft und ein allgemeiner wirtschaftlicher Aufschwung davon erwartet wird. „Wenn die Straßen, die zur Schule führen, aber einen großen Teil des Jahres überflutet sind, stellt sich schon die Frage: In welchem Ausmaß können Sprachunterrichtsprogramme überhaupt einen Wandel erwirken?“, bringt Erling die Schwierigkeit auf den Punkt. Außerdem müsse Englisch so unterrichtet werden, dass das Bildungssystem generell gestärkt wird. „Ganz entscheidend für die Entwicklung des menschlichen Kapitals dieser Länder ist es, auch die Lese- und Schreibfähigkeit in den einzelnen Landessprachen zu fördern“, so Erling.

Die Beziehung zwischen Sprache und wirtschaftlicher Entwicklung ist ein Schwerpunkt der Amerikanerin, die in Georgia, Edinburgh und Mainz angewandte Sprachwissenschaft, Deutsch und Englisch studiert hat und bis 2017 an der Open University in England tätig war. Andere soziolinguistische Themen sind ebenfalls im Forschungsgebiet der Fachdidaktikerin zu finden. Sie widmet sich außerdem zentralen Themen, die mit englischem Sprachunterricht einhergehen: Motivation, Identität und Inklusion. Nach Forschungsaufenthalten in Indien und Ghana möchte Erling nun in ihrem neuen Zuhause Österreich daran anknüpfen: „Mich interessiert, ob es in verschiedenen Schulen Unterschiede im Englisch-Unterricht gibt. Welche Erwartungen sind mit Fremdsprachenkenntnissen verbunden, wo werden SchülerInnen gefordert, wo vielleicht auch begrenzt hinsichtlich ihres sozioökonomischen Hintergrunds, des Schultyps und der Sprache?“, formuliert Erling. Die Wissenschafterin beschäftigt sich beispielsweise auch mit der Frage, welches Potenzial der Englische Sprachunterricht in Österreich hat, um Sprachkompetenz insgesamt zu erweitern und interkulturelles Verständnis zu fördern. Neue Projekte in diesem Bereich sind gerade am Enstehen.

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